i-kon™ Grundfunktionen
Das i-kon™ Grundsystem besteht aus programmierbaren digitalen Zündern (Standard und RX für komplexere Anwendungen) und die Steuerungen - i-kon™ Logger und Blaster.
Die Zünder werden in Sprengbohrlöcher ohne zugewiesene Verzögerungszeiten geladen. Während des Loggens werden ihnen Zündzeiten zugewiesen. Das Loggen kann unterschiedlich erfolgen:
- Log-as-you-go:
Sobald ein Sprengbohrloch geladen ist, wird der Logger mit der Klappverbindung an die Busleitung angeschlossen. Die Sprengmannschaft geht die Sprenganlage ab und schließt jeden Zünder in der richtigen Sequenz an. Sobald ein Zünder mit der Busleitung verbunden ist, kann dem Zünder seine Zündzeit zugewiesen werden. Der Benutzer kann die Zündzeiten manuell über die Loggertastatur programmieren. Dabei kann er sie frei programmieren oder auf eine einprogrammierte Auto-Inkrementierung des Loggers zurückzugreifen. Weiterhin besteht die Möglichkeit Zündpläne am PC mit der Expertensoftware SHOTPlus-i zu erstellen und in den Logger zu übertragen.
- Log-before-you-hook-up:
Da das Loggen eigensicher ist, können den Zündern Zündzeitpunkte zugewiesen werden, während andere Bohrlöcher geladen werden. In diesem Fall wird die Busleitung nicht benutzt. Der Logger wird wahlweise über einen beweglichen Anschlussdraht oder bei den neuen i-kon™ Steckverbindern und Loggern über ein Sondierungsbohrloch an den Zünder angeschlossen. Die Zündzeitpunkte werden entweder über eine in den Logger programmierte Auto-Inkrementierung oder manuell durch Eingabe der Verzögerungszeit mit den Tasten am Logger zugewiesen. Die Busleitung wird später ausgerollt und die Zünder werden in beliebiger Reihenfolge angeschlossen. In diesem Modus können Sprengmannschaften die Leerlaufzeiten überbrücken, die sonst beim Warten auf die Fertigstellung der Ladungen entstehen könnten. In jedem Fall überprüft der Logger, bei der Programmierung der Zeit, die Funktionsfähigkeit des Zünders
Sobald die Sprenganlage geräumt ist, werden die Busleitung und der (die) Logger an einem gesicherten Ort mit dem Blaster verbunden. Eine letzte Diagnose überprüft die Zündanlage auf Fehler und lädt die Zünder auf. Nach erfolgreicher Diagnose kann der Sprengberechtigte den Auslösebefehl geben und die Sprenganlage zünden.
i-kon™ Detonator (Standard)
Die i-kon Zünder bestehen aus einer Kupfer-Zink-Hülse in der ein programmierbarer Mikroprozessor, ein Kondensator als Energiespeicher, eine Zündpille und eine Sekundärladung aus Pentolit eingebaut sind. Der Mikroprozessor bestimmt entsprechend der
Log-Information den Zündzeitpunkt; der Kondensator speichert die Energie und versorgt die Anzündpille schließlich mit der benötigten Zündenergie.
Die Zünderdrähte bestehen aus verkupfertem Stahldraht und gewähren eine hohe Zugfestigkeit. Eine Polypropylen-Ummantelung dient zur Isolation und bietet gleichzeitig einen hervorragenden Widerstand gegen mechanische Beanspruchung, die an den meisten Einsatzorten zu erwarten sind. Am Ende des Zünders befindet sich ein Klappverbinder, der sich schnell und leicht an der Busleitung anschließen lässt. Die Zünder passen in alle herkömmlichen Booster. Für Anwendungen mit erhöhten mechanischen Beanspruchungen wird der i-kon™ Detonator RX empfohlen.
i-kon™ Detonator (RX)
Der i-kon™ Detonator RX Zünder gleicht dem Standardzünder. Abweichend davon sind die Zünderdrähte mit einer besonders abriebfesten und mechanisch strapazierfähigen Isolation zum besseren Schutz bei Anwendungen mit hohen Anforderungen ummantelt.
i-kon™ Logger
Der i-kon™ Logger wird zum Zuweisen der Zündverzögerungszeiten, dem Erstellen und Prüfen der Zündanlage benötigt. Der Logger liest und speichert die einmalige ID-Nummer des Zünders und die erforderlich Verzögerungszeit. Jeder Logger kann bis zu 200 Zünder loggen und bis zu 24 Logger können bei einer Sprengung eingesetzt werden. Der Logger selbst kann den Zünder nicht initiieren.
i-kon™ Blast Box
Mit dem i-kon™ Blaster werden die Zünder aufgeladen und ausgelöst. Es gibt vier verschiedene Ausführungen der i-kon™ Blaster.
Der i-kon™ Blaster 400 kann bis zu 400 Zünder mit zwei Loggern auslösen.
Der i-kon™ Blaster 2400S kann bis zu 2.400 Zünder mit zwölf Loggern einzeln und bei Synchronisierung mit einem anderen Blaster 4.800 Zünder auslösen.
Eine zusätzliche Option bietet die Möglichkeit der Fernzündung. Hier können bis zu 2.400 Zünder im Tagebau durch SURBS (Surface Remote Blasting System) oder Unter Tage durch CEBS (Central Blasting System) ferngezündet werden.